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Frühstück am Morgen?

Über so manch einen Sportler reiben wir uns ja schon verwundert die Augen. Wenn sich die einen Gäste morgens erst einmal auf dem Weg zum Frühstück machen, haben andere schon ihre Tennis- oder Joggingkleidung an, um auf unserem Rasenplatz oder in unserem Park aktiv zu werden. Ohne Frühstück versteht sich. Das würde doch nur zu schwer im Magen liegen, ist dann stets die Antwort auf unsere Nachfrage.

Google liefert über 2,2 Millionen Sucheregebnisse

Die Eingabe von „Frühstück vor dem Sport“ bei Google ergibt 2,2 Millionen Suchanzeigen. Darunter sind auch viele Ergebnisse zu finden, die sich generell mit der Bedeutung des Frühstücks auseinandersetzen. Da wir keine Lust haben, alle durchzugehen, um zu einem fundierten Ergebnis zu kommen, fragen wir einfach einen Experten aus unserem Haus. Dr. Henk C. Hietkamp ist bei uns bereits seit 1997 als F.X. Mayr-Arzt tätig und somit ein Experte auf den Gebieten Ernährung und Essverhalten. Also, Frühstück. Ja oder Nein?

Dr. Hietkamp: „Die innere Uhr wird nicht nur durch den Tag-Nach-Rhythmus des Lichts, sondern auch durch Essenszeiten gestellt. Ein wesentlicher Faktor in diesem Geschehen ist die Nahrungsaufnahme, insbesondere wenn zwischen den Mahlzeiten nichts gegessen wird. Optimal ist eine Synchronisierung der Signale des Tag-Nacht-Rhythmus und der Nahrungsaufnahme. Auf diesem Hintergrund wird die Bedeutung des Frühstücks als Taktgeber klar. Ein regelmäßig eingenommenes Frühstück hat viele weitere Vorteile.

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F.X. Mayr-Arzt Dr. Henk C. Hietkamp

Wer regelmäßig frühstückt, hat mit dem Körpergewicht deutlich weniger Probleme. Zudem verläuft die Blutzucker- und Schilddrüsenfunktion optimaler. Auch die Funktion der Blutplättchen als Teil des Blutgerinnungssystems wird günstig beeinflusst. So erleiden Menschen, die regelmäßig frühstücken seltener einen Herzinfarkt. Auch die mentalen Fähigkeiten wie Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeitsspanne, Fähigkeit zur Problemlösung, emotionale Grundhaltung sowie sprachliche Gewandtheit werden durch ein Frühstück positiv beeinflusst. Ein Frühstück gehört dazu.“

Moderates Ausdauertraining bei leerem Glykogenspeicher

Und bezogen auf den Sport? Dort kommt es auf die Intensität an. Morgens ist der Glykogenspeicher, als Träger unserer Energiereserven, zumeist leer. Wer in diesem Zustand Sport treibt, verbrennt zwar Fettreserven, ist aber auch weniger leistungsfähig. Experten raten daher dazu, beim Frühsport ohne vorheriges Frühstück eher auf moderates Ausdauertraining zu setzen. Krafttraining ist ohne Frühstück und somit ohne einen gefüllten Glykogenspeicher kontraproduktiv.

 

 

 

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